Werkstoffprüfung mal (wo) anders!

Werkstoffprüfung mal (wo) anders!

Das deutsche Sprichwort: „Über den Tellerrand schauen“ bedeutet offen sein für Neues, weltoffen sein und einen weiten Horizont zu haben.

Aufgrund einer Kooperation zwischen den Drahtwerken Köln (DWK) und der Heinrich Eibach GmbH ergab sich für Jana Scholz (Auszubildende zur Werkstoffprüferin bei der Heinrich Eibach GmbH) mal ein ganz anderer Blick auf die Dinge. In der Woche vom 21.11. – 25.11.2016 hatte sie die Möglichkeit, bei DWK in diesem Bereich die unterschiedlichsten Formen und Arten der Werkstoffprüfung kennenzulernen, die bei Eibach nicht angewendet werden müssen.

Da es sich bei DWK um einen sehr wichtigen Lieferanten handelt, ist dies durchaus sinnvoll, um die gelieferte Ware und deren Weiterverarbeitung sicher im Blick auf das Thema Werkstofftechnik beurteilen zu können.

Nachdem sich durch eine Mitarbeiterin von DWK eine Mitfahrgelegenheit ergab, war auch schon der erste Kontakt geknüpft.

Am ersten Praktikumstag gab es unglaublich viel Neues zu erleben. Eine Vielzahl von neuen Gesichtern wurde vorgestellt und der Eindruck der Werkshallen und der Produktionsflächen bei DWK tat sein Übriges.

Nach einer Sicherheitsunterweisung ging es dann auch direkt los.

Im Verlauf des Praktikums wurden verschiedene Bereiche der Werkstoffprüfung besucht und entsprechendes Fachwissen vermittelt.

Hierzu zählten die Drahtzieherei und die Herstellung von Litzen, der Bereich Vergütung für die verschiedensten Abmessungsbereiche, das Beizen der Drähte, die Metallographie und die mikroskopischen Untersuchungen, der Laborbereich mit Zugversuchen, Funkenproben, Gefügeschliffen und diversen Dauerversuchen und nicht zuletzt auch noch das Chemielabor, in dem u.a. auch Dichtemessungen an flüssigen Stoffen durchgeführt werden.

Alles in allem wurde Frau Scholz sehr herzlich aufgenommen und ihr wurde ein sehr breites Spektrum an Fachwissen vermittelt. Die Woche „mal (wo) anders“ war im Nachhinein betrachtet für beide Seiten eine durchaus gelungene und sinnvolle Angelegenheit, da gerade die Werkstoffprüfer in diesem Bereich sehr viel Fachwissen, unter anderem für die anstehenden Prüfungen in ihrem Ausbildungsberuf, mitnehmen können.

Des Weiteren können in der Zukunft auftretende Probleme mit dem erworbenen Fachwissen durch eine objektive Betrachtung sinnvoll beurteilt und mit den am Prozess Beteiligten bearbeitet werden.

Beide Seiten sind sich durchaus einig, dass wir mit Frau Scholz nicht die letzte Auszubildende zur Werkstoffprüferin haben „über den Tellerrand schauen lassen“.

05.12.2016 / J. Scholz / O. Ochel